am 24. April 2009 um 18.00 Uhr im Campus Limpertsberg, Luxemburg
Die Universität Luxemburg, der Cercle des ONGD, ASTM und Caritas starten eine Veranstaltungsreihe zum Thema « Ungleiche Entwicklung ». Sie soll einen intensiveren Dialog zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und einem breiteren Publikum in Luxemburg im Feld der Entwicklungszusammenarbeit in Gang bringen.
Den Auftakt bildet eine Konferenz am 24.4.09 mit Pradip Saha vom indischen Center for Science and Environment und Richard Taylor vom University College in London.
Das Center for Science and Environment in New Delhi ist ein gemeinnütziges Institut für nachhaltige und gerechte Entwicklung ; es wurde 1980 gegründet. Seit 1982 veröffentlicht das CSE regelmäßige « Bürgerberichte über Indiens Umwelt », in denen u.a. das traditionelle Umweltwissen der ländlichen Armen und deren Recht auf Entwicklung, die globale Klimagerechtigkeit oder die Auswirkungen des Abbaus von Rohstoffen thematisiert werden. Das CSE führte erfolgreiche Kampagnen gegen Coca und Pepsi Cola wegen der Pestizidbelastung ihrer Getränke durch und engagierte sich für die traditionellen Techniken, Regenwasser aufzufangen. Seine Zeitschrift « DownToEarth » ist Indiens Leitmedium für Umweltfragen und wird weltweit gelesen (so « Die Zeit » in einem ausführlichen Porträt des CSE am 2.4.09). Pradip Saha ist als Stellvertretender Direktor des CSE zuständig für den Bereich Kommunikation. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift « DownToEarth » und Filmemacher.
Prof. Dr. Richard Taylor ist Geologe am Institut für Physische Geographie am University College in London und am Geologischen Institut der Makerere University in Uganda. Seine Forschungsschwerpunkte sind der Einfluß von Klimawandel und Entwicklungstendenzen auf das Grundwasser sowie die Bedeutung von Grundwasser und Bodenfeuchtigkeit für Ernährungssicherheit und Wasserversorgung. Er ist Vorstand der IAH Commission and Climate Change, einer Organisation, die den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Grundwasser weltweit erforscht.
Pradip Saha und Richard Taylor werden in einem moderierten Gespräch mit dem Publikum von konkreten Beispielen ausgehend ihre Erfahrungen mit Klima- und Wasserkonflikten (auf Englisch mit simultaner Übersetzung ins Französische) darstellen. Dabei geht es um Gegensätze zwischen den herrschenden Entwicklungsmodellen und den Rechten lokaler Gemeinschaften, um gleiche Rechte und Verantwortung für alle im Umgang mit natürlichen Ressourcen und um Visionen für Lösungen auf regionaler und globaler Ebene.
Veranstalter sind das Laboratoire des Sciences Politiques / Universität Luxemburg, der Cercle de Coopération, die ASTM (Action Solidarité Tiers Monde) und Caritas. Der Fonds National de la Recherche unterstützt die Veranstaltungensreihe.
Veranstaltungsort : Bâtiment des Sciences, Salle 0.03, 162a av. de la Faïenceries (Buslinie 3). Der Eintritt ist frei.

