Vortrag und Debatte Montag, 8.11.10, 18.00 h, Campus
Limpertsberg in Luxemburg. Bâtiment des Sciences, Salle 0.03,
162a av. de la Faïenceries (Buslinie 3), L-1511 Luxemburg. Der
Eintritt ist frei.
Die Universität Luxemburg, der Cercle de Coopération Luxembourg, Caritas
und Action Solidarité Tiers Monde laden gemeinsam ein zum öffentlichen Vortrag “Climate
Justice, Development and Global Ethics” – The Greenhouse Development Rights
Framework”, mit Tom Athanasiou, Direktor von EcoEquity, und Kenneth Shockley,
Professor an der University of Buffalo (USA).
Die Klimakonferenz von Kopenhagen scheiterte an der Frage, welchen Anteil
an der globalen Verringerung der Treibgase die Industrieländer und welchen
Anteil die Schwellen- und Entwicklungsländer zu tragen haben, um einen
gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Diese Frage ist auch vor dem
Klimagipfel in Cancun noch ungeklärt: Was ist der gerechte Beitrag jedes Landes
zur Lösung dieses globalen Problems?
Ein Modell dient dabei als konkretes Beispiel: Das “Greenhouse Development
Rights Framework”. Es quantifiziert das Prinzip der “gemeinsamen, aber
unterschiedlichen Verantwortung” der Staaten, wie es in der
Klimarahmenkonvention festgehalten ist. Aufgebaut ist das Modell nach für alle
Länder einheitlichen Kriterien, nämlich nach ihren realen Emissionen und nach
ihrer Wirtschaftskraft. Das Besondere daran ist, dass dabei auf der einen Seite
den Armen dieser Welt ein Recht auf Entwicklung und den damit verbundenen
Emissionen zugestanden wird, und auf der anderen Seite die reichen
Oberschichten von Staaten wie Saudi-Arabien, China oder Singapur mit in die
Verantwortung einbezogen werden. Das Modell wurde vom Stockholm Environment
Institute und von EcoEquity gemeinsam entwickelt und wird auf den Klimagipfeln
– je nach Interessenlage – heftig diskutiert.
Diese Veranstaltung ist Teil einer Reihe über “Ungleiche Entwicklung”, mit
der die Universität und die Nichtregierungsorganisationen gemeinsam den Dialog
zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und einem breiteren Publikum in
Luxemburg im Feld der Entwicklungsarbeit intensivieren möchten. Der Abend
findet in Form eines moderierten Gesprächs mit starker Einbindung des Publikums
und in englischer Sprache statt.
Veranstalter sind das
Laboratoire des Sciences Politiques / Universität Luxemburg, der Cercle de
Coopération, die ASTM (Action Solidarité
Tiers Monde) und Caritas. Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe vom
Fonds National de la Recherche.

